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Akten, Untergrund und Lose - der Fall NSU

Akte NSU - das dokumentartheater berlin bringt die relevanten Fragen auf die BühneWir werden Zeuge eines Schauspiels, welches unwürdiger nicht sein kann. Seit dem Jahr 2000 war die NSU (Nationalsozialistischer Untergrund) aus Zwickau in Deutschland aktiv. Zugeschrieben werden der Gruppe Morde, bewaffnete Überfälle und ein Nagelbomben-Attentat. Zur Zeit geht man in Deutschland immer noch von drei Mitgliedern aus, die Zahl der Unterstützer ist weiterhin unklar. Während man sehr schnell damit war, die Opfer selbst zu Tätern zu machen, gerieten die Ermittlungen und die Prozessvorbereitungen in Teilen zur Farce. So konnten Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe relativ unbehelligt agieren, bis sie ihrem Treiben offenbar selbst ein Ende setzten. Das es soweit kommen konnte, lag wohl auch an den Fragen, die gestellt wurden und diese belegen das eigentliche Problem in unserer Gesellschaft.

»das dokumentartheater berlin« Und der Name des Sterns heißt Tschernobyl

das dokumentartheater berlin - Und der Name des Sterns heißt Tschernobyldas dokumentartheater berlin hält die Erinnerung wach. Siebenundzwanzig Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurde mit einer Doppelvorstellung am 27. April 2013 um 15.00 h und um 19.00 h an das Geschehen erinnert.

Unter der Leitung der Regisseurin Marina Schubarth sorgte das Ensemble mit zwei ausverkauften Vorstellungen wie stets für nachdenkliche Momente. Das Ensemble vollbrachte in der Kürze der Vorbereitungszeit Großartiges. Die Anwesenheit des Botschafters der Republik der Ukraine und dem neuen weiblichen Kulturattachée sorgte für den Rahmen, der dem Geschehen gebührt.

ALPHA-LIBERAL

Das wird man doch wohl noch sagen dürfen...Das Schöne an der Moral ist, dass sie sich stetig wandelt. Auch sie ist dem steten Wandel unterworfen - noch besser: Jede/r verfügt über eine eigene Auffassung davon, der er/sie mehr oder weniger sogar entspricht. Die Moral hängen wir hoch, höher noch als die süßesten Früchte und entsprechend verehren und fordern wir sie ein. Nun hat einer gegen moralische Grundsätze verstoßen und da er selbst einem moralischen Anspruch als Vorbild zu genügen hat, steht er in der Kritik. Rainer Brüderle, FDP-Urgestein, dauerfeixender Talk-Show-Gast und Rösler-Gegenspieler, soll sich anzüglich geäußert haben - einer Journalistin gegenüber, in einem wohl leicht angetrunkenen Zustand.

Wanderhuren

WanderhurenIm in wenigen Stunden vergangenen Jahr lief der »historische« Mehrteiler »Die Wanderhure« im Fernsehen. Ich habe ihn mir nicht angesehen. Auch heute zieht es die Damen des horizontalen Gewerbes kreuz und quer durch die Republik, damit ihrer Klientel nicht langweilig wird. Ich nehme ihre Dienste nicht in Anspruch. Eine andere Personengruppe zieht ebenfalls durch die Lande, um ihre Klientel zu erfreuen und lässt sich dafür königlich honorieren - in Form von Nebeneinkünften, also so ähnlich wie die Damen, die man salopp als Hobbyhure bezeichnet. Gemeint sind die, die wir mit - jedenfalls meint das Peer Steinbrück - zu geringem Salär abspeisen und denen darum wohl nichts anderes übrig bleibt, als auf diversen Veranstaltungen bekannter Lobbyisten zu deren Erbauung und als Maskottchen in die Bütt zu steigen.

Plädoyer für einen Feind

Plädoyer für einen FeindDie Presse windet sich im Todesk(r)ampf, um es plakativ auszudrücken. Ob die Frankfurter Rundschau eine Zukunft hat, vermag noch niemand zu sagen. Das die FTD keine hat, ist Gewissheit und ob der Freitag die ihm bevorstehende Rosskur überlebt, wird sich zeigen. Nun wurden auch in der Vergangenheit immer wieder Magazine und Zeitungen eingestellt, andere wurden gegründet. Findet ein Printtitel keine Konsumenten, keinen Markt, besitzt er keine Berechtigung. Auch er ist nur ein Produkt, so ungern dies manche auch wahrhaben wollen. Die eigentliche Krise ist aber eine Krise der Kultur.

Einfach mal auf den Busch klopfen

Neukölln ist überall? Vielleicht. Büsche aber auch. »Auf den Busch klopfen« bezeichnet den Versuch, durch Behauptungen etwas herauszubekommen. Sarrazin tat es, Grass tat es und Buschkowsky als Bürgermeister Neuköllns folgte. Vorhersehbar war, welche Klientel er mit seinem neuen Buch aus dem Gebüsch treiben würde - den deutsch-nationalen Spießer, der sich endlich einmal wieder verstanden fühlt. Ob dies in der Absicht Buschkowskys lag, bleibt Spekulation. Das er sich aber, wie andere Populisten des Schönen und Ordentlichen auch, zum Stichwortgeber der Rechten macht, lässt sich kaum von der Hand weisen. Spätestens hier wird deutlich, wie verantwortungslos sein Versuch war, ein politisches Buch zu schreiben, welches im Grunde nichts weiter ist, als ein bieder-rechter Shitstorm.

520.792

520.792520.792 - eine beeindruckende Zahl. Das sind die Strafen, die gegen Hartz4-Bezieher im ersten Halbjahr 2012 verhängt wurden. Allein 352.233 Strafen entfielen dabei auf Meldeversäumnisse. Allerdings stellt sich angesichts der Leistungen der Arbeitsagentur die Frage, warum sich Hartz4-Bezieher melden sollten. Aus Prinzip oder weil es »Good News« gibt? Die gibt es eher selten.

Urinal Royal

Alles cool, alles jung, alles kreativ - toll. Rüdiger beschloss, ein Teil davon zu sein - irgendwie. Selbst - diese Erkenntnis hatte er bereits gewonnen - war er nicht so der Hipster, der ankam, der jedes P-Görlie ins Bett bekam oder gar selbst ein Macher war, also eben einer von denen, die wirklich jedes P-Görlie ins Bett bekamen und das einfach nur, weil sie sie waren. Aber zusehen, zuhören, irgendwie dabei sein. Das lag drin und vielleicht würde sich ja eine Chance ergeben, eines von den P-Görlies abzubekommen - gesetzt den Fall, einer der Hipster hätte es übrig oder gerade einen wichtigen Termin in einer jungen und kreativen Galerie oder Agentur. Sie sollten ja für so ziemlich Alles zu haben sein und Rüdiger war entschlossen, sein Glück zu versuchen. Gut, dass Maike Mädchenabend hatte - Dessousparty. Rüdiger war auf das Ergebnis wenig gespannt, hoffte jedoch, dass der Abend lang sein würde. Vielleicht würde die Zeit dann für eines dieser P-Görlies reichen, im Idealfall danach für eine Dusche, bevor Maike mit ihren Dessous ... nun, sie würden ihr ohnehin nicht stehen, aber Rüdiger hatte sich fest vorgenommen, es zu behaupten. In einer Partnerschaft sollten Komplimente schließlich ihren Platz haben.

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